Weltelefantentag München, 12.8.2015


Der Weltelefantentag wurde 2012 eingeführt, als das Abschlachten von Elefanten in Afrika begann, dramatische Formen anzunehmen. Er soll darauf aufmerksam machen, wie kurz Elefanten vor der Ausrottung stehen und die Welt vereinigen im Kampf gegen die Wilderei.


Unsere Demonstration hat am 12. August 2015 (15 - 19 h) am Münchner Stachus stattgefunden, während es weltweit Parallelveranstaltungen gab.


EIGENTLICH sollte es nur ein kleiner, symbolischer Event werden. Aber dann kamen so viele Ideen aus unserem kleinen Organisationsteam und so viel Begeisterung, sie auszuführen, daß die Veranstaltung letztlich doch erheblich größer ausfiel als geplant. Und sie wurde ein voller Erfolg!

Mit einer interessierten Amerikanerin, die schon da war, bevor wir den Stand ganz fertig aufgebaut hatten (Foto: Stefanie Lugauer)
Mit einer interessierten Amerikanerin, die schon da war, bevor wir den Stand ganz fertig aufgebaut hatten (Foto: Stefanie Lugauer)
Treue Mitkämpfer auf unserer Demo
Treue Mitkämpfer auf unserer Demo

Thomas Töpfer, Vorsitzender unseres Vereins Rettet die Elefanten Afrikas, war unser Sprecher

Unser Sprecher, Thomas Töpfer, Vorsitzender des Vereins Rettet die Elefanten Afrikas e.V., erklärte die Zusammenhänge und Gründe, warum wir hier am Stachus waren und was wir hier wollten. Auch die reine Optik unseres Standes verkündete mit den Bannern, Plakaten, Fahnen und unserem großen Autoelefanten, um was es uns ging.

Banner

Auch der symbol-trächtige Grab-stein des Afrikanischen Elefanten mit einer Aufschrift, die dessen Aussterben im Jahr 2025 bedauert, und der ebenso symbolische Elfenbeinhaufen aus Papierstoß-zähnen (für den viele Leute ge-bastelt haben) hatten ihre eigene klare Aussagekraft.



Fröhliche Gesichter am Info-Stand
Fröhliche Gesichter am Info-Stand
Unser Soundmanager at work
Unser Soundmanager at work

Am Info-Stand war dauernd Betrieb
Am Info-Stand war dauernd Betrieb
Trommler
Unsere coolen Trommler machten schönen "Krach"

Die Geräuschkulisse am Stachus war heute etwas ungewöhnlich. Und davon waren die Trommeln noch die normalsten Geräuschverursacher...


Die Hitze war mit 33° erdrückend, aber alle waren ungeheuer motiviert und gaben ungeachtet dessen alles für die Elefanten.




Überall waren engagierte Demonstranten unterwegs, um Unterschriften für die REA-Petition zu sammeln.


Wie bei unseren Münchner Demos inzwischen üblich, gab es alle 15 Minuten einen Gongschlag. Denn durchschnittlich alle 15 Minuten stirbt ein Elefant.

 

Diesmal gab es aber noch eine spezielle Aktion von unseren Mitkämpfern vom Verein Animals United dazu: Einige von ihnen liefen in der Menschenmenge herum und ließen sich beim Gongschlag wie tot auf den Boden fallen. Es war eine interessante Aktion, die viel Aufmerksamkeit für die Elefanten erregte, denn die Damen hatten Schilder mit entsprechenden, prägnanten Botschaften bei sich.

 

Wir waren sehr glücklich über das Mitwirken der Aktivisten von Animals United, die mit ihrem Flashmob so bereitwillig und unkompliziert an unserer Seite für die Elefanten Einsatz gezeigt haben.

"Alle 15 Min. wird ein Elefant gewildert."
"Alle 15 Min. wird ein Elefant gewildert."
"Heute sterben 100 Elefanten"
"Heute sterben 100 Elefanten"

"Alle 15 Minuten stirbt ein Elefant"
"Alle 15 Minuten stirbt ein Elefant"
"Heute sterben 100 Elefanten wegen ihrer Stoßzähne"
"Heute sterben 100 Elefanten wegen ihrer Stoßzähne"

(Foto: Hildegard Ostermair)
(Foto: Hildegard Ostermair)

Kurze Lagebesprechung ...
Kurze Lagebesprechung ...
... und dann wieder Trommeln.  Was kommt jetzt?
... und dann wieder Trommeln. Was kommt jetzt?

Der Sprecher kündigt ein Schauspiel an. Im Hintergrund wartet schon die Elefantenherde.
Der Sprecher kündigt ein Schauspiel an. Im Hintergrund wartet schon die Elefantenherde.
Die Herde zieht los
Die Herde zieht los

Plötzlich schleichen sich Wilderer an!
Plötzlich schleichen sich Wilderer an!
... und ein Schuß gellt durch die Luft!
... und ein Schuß gellt durch die Luft!

Ein Elefant wird getroffen und sinkt zu Boden.
Ein Elefant wird getroffen und sinkt zu Boden.
Der Baby-Elefant, der zu seiner toten Mutter will, wird weggescheucht.
Der Baby-Elefant, der zu seiner toten Mutter will, wird weggescheucht.
Mit lautem Motorgeheul einer Kettensäge werden die Stoßzähne abgesägt.
Mit lautem Motorgeheul einer Kettensäge werden die Stoßzähne abgesägt.

Eine Asiatin nähert sich interessiert.
Eine Asiatin nähert sich interessiert.
Die Asiatin kauft den Wilderern begeistert Elfenbeinschmuck ab.
Die Asiatin kauft den Wilderern begeistert Elfenbeinschmuck ab.
Das Publikum schaut gebannt zu.
Das Publikum schaut gebannt zu.
Nach dem Handel tänzelt sie davon und bewundert ihren neuen Schmuck.
Nach dem Handel tänzelt sie davon und bewundert ihren neuen Schmuck.


Polizisten im Hintergrund schauen gelangweilt zu.
Polizisten im Hintergrund schauen gelangweilt zu.
Als sich der Wilderer davonmacht, steckt er einem Polizisten im Vorbeigehen Schmiergeld zu.
Als sich der Wilderer davonmacht, steckt er einem Polizisten im Vorbeigehen Schmiergeld zu.

Der Baby-Elefant trauert am Kadaver der Mutter.
Der Baby-Elefant trauert am Kadaver der Mutter.

Keeper des Elefantenwaisenhauses locken das Baby mit einer Milchflasche an und fangen es ein. Alleine könnte das Baby in der Wildnis nicht überleben. Im Waisenhaus wird es aufgezogen und später wieder ausgewildert werden. 

Das Elefantenbaby wird ins Waisenhaus gebracht.
Das Elefantenbaby wird ins Waisenhaus gebracht.

Unser Sprecher erklärt dem Publikum, daß dies aber ein Glücksfall ist, wenn ein Waisenelefant gefunden wird. Die meisten sterben, wenn ihre Mutter erschossen wurde.

 

Und das passiert 100 mal am Tag. 100 Elefanten werden täglich in Afrika ermordet, weil der Mensch ihre Stoßzähne haben und zu Ziergegenständen verarbeiten will.

 

Wenn die gegenwärtige Tötungsrate aufrechterhalten wird, wird es in spätestens 10 Jahren keine Elefanten mehr geben.

 

Der Elefant wird komplett ausgerottet und von unserer Erde verschwunden sein.


Die Grabsteinaufschrift ist entsprechend beklemmend:

"Der AFRIKANISCHE ELEFANT

Geboren vor 10 Millionen Jahren

Gestorben im Jahr 2025

Viele haben ihn geliebt,

aber das hat nicht genügt."

Der Tatsache, daß gefundenes Elfenbein nie wieder in den Handel kommen darf, um den Markt weiter anzukurbeln, wurde mit einer Elfenbeinzerstörung, die zum Abschluß der Demo unter Einbeziehung des Publikums stattfand, Ausdruck gegeben.

 


Kinder und Erwachsene zertrampelten die symbolischen Stoßzähne.


 

Und zum Abschluß ein Gruppenbild - alle sind erschöpft, erhitzt, aber glücklich!

 

An diesem Nachmittag  waren ca. 60 Demonstranten anwesend,  Hunderte von Flyern waren verteilt worden, wir haben rund 250 neue Unterschriften auf der Petition, und wir haben einige Hundert Euro Spenden für Elefantenschutzprojekte in Afrika erhalten.

 

Wir haben mit unserem Demo-Nachmittag eine Menge Leute über die dramatische Lage der Elefanten Afrikas informiert und haben das Gefühl, im Kampf um diese wundervollen Tiere wieder ein Stück vorangekommen zu sein.

 

Ohne sehr viele Helfer wäre das aber nicht möglich gewesen, deshalb auch an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an sämtliche Mitstreiter und Teilnehmer!

 

Ein Video vom Weltelefantentag - das Schauspiel und die Elfenbeinzerstörung:

Nach der Demo:

Nach der Demo mit dem wieder vollgeladenen Auto durch die Fußgängerzone - ein eher seltenes Erlebnis ;-)
Nach der Demo mit dem wieder vollgeladenen Auto durch die Fußgängerzone - ein eher seltenes Erlebnis ;-)
Ein abschließendes "After-work"-Treffen durfte nicht fehlen
Ein abschließendes "After-work"-Treffen durfte nicht fehlen

Presse zu unserer Demo:

Die AZ schrieb am 13.8.2015:

Artikel AZ


 

... und ein großer Artikel im Münchner Wochenanzeiger:

Tag der Elefanten

München · Demo am Stachus zur Rettung der grauen Dickhäuter

Link zum Artikel HIER

 


... und ein Artikel im Umweltkompass:


WELTELEFANTENTAG – bald Gedenktag für eine ausgestorbene Tierart? 

Artikel im Umweltkompass__6_8_2015.pdf
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